Das „Kamerun Haus“. Eröffnung eines deutsch-kameruner Kulturstandorts in Yaoundé

Kamerun, das zentralafrikanische Land zwischen Nigeria, Tschad und Kongo, gehörte zu den deutschen Kolonien in Afrika. Viele Initiativen, auf deutscher wie auf kameruner Seite, versuchen, diese Zeit aufzuarbeiten, zu dekolonisieren. Seit einigen Jahre gibt es regelmäßig Gespräche zur Rückführung kameruner Objekte aus deutschen Museen, aber bislang noch keine Restitution. Eine umfangreiche Ausstellung zur deutschen Besatzung in Kamerun mit dem deutschen Titel „Staat Kamerun“ – in der erstmals Objekte auch aus deutschen Museen gezeigt wurden – sorgte vergangenes Jahr für viel Interesse. Immer wieder sind traditionelle Herrscher des afrikanischen Landes zu Gast in Deutschland, zum Beispiel im Humboldtforum, um über die Rückgabe zu verhandeln. Jetzt wurde in der Hauptstadt Kameruns ein „Kamerun Haus“ eröffnet. Und es heißt dort genauso „Kamerun Haus“ – auf Deutsch.

Bericht DLF Kultur Heute Januar 2026 www.deutschlandfunk.de/das-kamerun-haus-ein-neuer-deutscher-kulturort-in-yaound-100.html
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Spaß im LPCC Lucky Punch

Michael Mittermeiers Münchner Stand-up-Comedy-Club

Comedy und München – das war früher ein kompliziertes Verhältnis. Hier dominierte lange Zeit „ernsthaftes“ Kabarett, etwa mit der Lach und Schiess-Gesellschaft, mit Hildebrandt, Polt, Jonas oder Schleich. Stand-up-Comedy galt insbesondere dem Schwabinger Kabarettpublikum als platt und unpolitisch. Der Aufstieg der aktuellen Münchner Comedy-Szene begann mit dem UCC. Und dann kamen Michael Mittermeier und sein Lucky-Punch Comedy-Club. Der Münchner Mittermeier wurde in den 90er-Jahren mit dem Programm „Zapped – Ein TV-Junkie dreht durch“ bundesweit zum Pionier der deutschen Stand-up-Comedy. Seit 2023 lädt er im Kulturzentrum Gasteig, das derzeit vor der Sanierung steht und von verschiedenen Kreativschaffenden zwischengenutzt wird, zum täglichen Comedy-Vergnügen. Vor allem jungen, unbekannten Künstlerinnen und Künstlern will Mittermeier damit eine Bühne geben und bietet daher auch Workshops an.

Querköpfe-Sendung Deutschlandfunk 8. Januar 2025

Glockenklöppel für die Welt

Firmenporträt: Rottaler Hammerwerk. Wensauer aus Anzingen.

Am 8. Dezember wird das Pariser Wahrzeichen, die Kathedrale Notre Dame, wieder eingeweiht. Notre-Dame war im April 2019 durch ein Großfeuer stark beschädigt worden. Die Brandursache ist bis heute nicht geklärt, die Ermittler gehen von einem Unglück aus. Die großangelegten Wiederherstellungsarbeiten sind nach fünf Jahren abgeschlossen. Die acht Glocken des Nordturms, die erst 2013 von der französischen Gießerei Cornille-Havard im normannischen Villedieu-les-Poêles erneuert wurden, sind ebenfalls wieder zurück. Wenn sie am 8. Dezember für Prominente aus Politik und Gesellschaft läuten, dann hat auch eine niederbayerische Firma seinen Anteil daran. Sie hat die Glockenklöppel gefertigt.

Bericht im Deutschlandfunk
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Klangwunder oder Fake-Konzerthalle?

Das Elektra Tonquartier des Bergson Kunstkraftwerk

Gerade erst wurde die Sanierung der 2021 geschlossenen Münchner Philharmonie noch einmal verschoben. Der Neubau des abgespeckten, bayerischen Konzertsaals am Münchner Ostbahnhof ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Die technisch modernen Konzertsäle und Studioräume im Studiobau des Bayerischen Rundfunks sollen demnächst abgerissen werden – fast unbemerkt haben Privatinvestoren in der Zwischenzeit im Münchner Westen ihren eigenen spektakulären Konzertsaal gebaut – im Kunstkraftwerk Bergson. Kritiker sind entweder begeistert oder skeptisch.

www.deutschlandfunk.de/klangwunder-oder-fake-konzerthalle-das-neue-elektra-tonquartier-in-muenchen-dlf-0d027556-100.html

Bericht Musikjournal Deutschlandfunk November 2024
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Vergiss Ibiza. Auf zur Rave-olution!

Techno-/House-Musik zwischen Kommerz und politischem Anspruch

Tanzen als Protest. Vom politischen Anspruch zur Partymeile

Tomorrowland 2024
Feature für das Radiokolleg Ö1 Techno-Serie

Ob als Hardpop-Club an der mexikanisch-texanischen Grenze, als Bassiani in Georgien mit seiner kämpferischen LGBTQ-Community, die factory-people in Beirut, die trotz Existenzängsten Technoparties für Zehntausende im Krisengebiet veranstalten, auch in Damaskus wird wieder geravt – die ursprüngliche underground-Kultur des Techno war das Versprechen einer besseren, reformierbaren Welt. Rumänien lädt zum Untold-Festival, Kasachstan lockt das internationale junge Publikum zum Satisfaction-Festival, Usbekistan hat das STIHIA und in Albanien tanzt die Jugend auf dem UNUM-Festival. Techno- und House Musik kann aber auch anders. Die progressive Jugendkultur des Techno und House wird in islamischen Staaten wie Saudi-Arabien/mdlbeast und Dubai für ein modernes, hippes Image benutzt. Über allem steht die Mutter der Techno-Szene, das Tomorrowland-Festival, das 2024 sein 20. Jubiläum feierte und den Nachwuchs für die Bühnen von Ibiza, aber auch Beirut, Tiblisi und Ciudad Juarez heranzieht. Ohne politische Message. Oder doch?

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Neuer Umgang mit der Kolonialzeit in Kamerun

Vierteilige Serie im ORF 13.-16. Mai 2024

https://oe1.orf.at/programm/20240513/757270/Der-neue-Umgang-mit-der-Kolonialzeit-in-Kamerun-1

Bericht am 13.5.24 in Ö1 Radiokolleg

https://oe1.orf.at/programm/20240514/757321/Der-neue-Umgang-mit-der-Kolonialzeit-in-Kamerun-2

Bericht am 14.5.24 in Ö1 Radiokolleg

https://oe1.orf.at/programm/20240515/757373/Der-neue-Umgang-mit-der-Kolonialzeit-in-Kamerun-3

Bericht am 15.5.24 in Ö1 Radiokolleg

https://oe1.orf.at/programm/20240516/757424/Der-neue-Umgang-mit-der-Kolonialzeit-in-Kamerun-4

Bericht am 16.5.24 in Ö1 Radiokolleg

Alte Meister in Bewegung – Neuhängung der Alten Pinakothek München. Kunstgeschichte neu denken?

Neuhängung der Alten Meister mit blauen Schildern gekennzeichnet

Mit dem Konzept Mix & Match hat die Pinakothek der Moderne in München letztes Jahr für Furore und Kritik gesorgt. Die neue Sammlung wurde komplett neu gehängt, Nazigemälde neben Joseph Beuys. Alte Denkmuster sollen aufgebrochen werden, ist das Ziel der Bayerischen Staatsgemäldesammlung. Ähnliches ist in den vergangenen Wochen auch in der Alten Pinakothek mit den Alten Meistern passiert.

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Isländischer Frauen-Rap. Zehn Jahre Daughters of Reykjavik

Während die Machos der Hip Hop-Clubs gern unter der Gürtellinie austeilen und politisch fragwürdige Thesen raushauen, klingt das bei weiblichen Rapperinnen durchdachter und weniger martialisch. Sich in der Szene länger zu behaupten, dazu gehört viel Durchhaltevermögen und vielleicht auch Trotz. Genau deswegen können die „Töchter von Reykjavik“ 2023 ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Eine Band, die eigentlich nie eine Band sein wollte.

https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DLF_6959d03c

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