Nach Amazonas – verstärkte Abholzung im Kongo-Becken

Wenn man von Waldrodung in großem Stil redet, wird vor allem das Amazonasgebiet genannt. Auch der zweitgrößte Regenwald der Welt, im Kongo-Becken von Zentralafrika, gerät mittlerweile in das Blickfeld von internationalen Firmen. Für Kautschuk, Palmöl und Kakao werden Plantagen angelegt, das Tropenholz wird ins Ausland exportiert. Indigene Völker müssen ihre angestammten Gebiete verlassen.

Entwicklungsminister Gerd Müller lud kürzlich Vertreter der zentralafrikanischen Staaten nach Berlin zu einer Tropenwaldkonferenz.

Eine abschließende Deklaration hat sich zum Ziel gesetzt, 127 Millionen Hektar Wald bis 2030 zu schützen und wiederherzustellen. Das entspricht der dreifachen Fläche Deutschlands. Zur Situation vor Ort in Ostkamerun.

Deutschlandfunk Umwelt 11.10.21
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Pflanzliche Naturstoffe aus dem Regenwald als Heilmittel

Gemeinsames Forschungskolleg der Universitäten Yaoundé-Bielefeld, YaBiNaPA

Traditionelle Medizin nimmt in Afrika einen hohen Stellenwert ein. Auf den Märkten werden Pflanzenteile, Baumsamen und Holzstückchen gegen Hepatitis, Malaria und nicht zuletzt auch gegen Corona verkauft. Die meisten Menschen vertrauen auf die überlieferten Wirkungen.

Forscher der Universität Yaoundé und der Universität Bielefeld untersuchen derzeit, ob und wie die Naturstoffe tatsächlich gegen Krankheiten eingesetzt werden können.

Deutschlandfunk, Forschung Aktuell
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Restitution afrikanischer Kunstwerke an Kamerun

Zu Besuch im Lamidat von Ngaoundéré/Nordkamerun

Im British Museum liegen sie, im Völkerkundemuseum in München, im neuen Humboldtforum und auch im Weltmuseum Wien: Afrikanische Kunstobjekte, die während der Kolonialzeit aus Kamerun, Namibia, Benin oder Kongo nach Europa gebracht wurden.

Im Weltmuseum Wien (WMW) sind laut dessen Angaben in der Sammlung „Afrika südlich der Sahara“ 36.249 Objekte registriert. Im Naturhistorischen Museum lagern menschliche Überreste aus Kamerun.

Sollen sie in die Ursprungsländer zurückgegeben werden?

ORF, Ö1, 4.10.21 Frühjournal
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Afrikanische Mode für die Laufstege der Welt. Die Mode-Designschule von Yaoundé

Von Paris bis Mailand. Mode aus Afrika steht immer häufiger im Rampenlicht. DesignerInnen wie Rich Mnisi zum Beispiel, Imane Ayissi, Martial Tapolo. oder Thebe Magugu begeistern mit den bunten Stoffen und ausgefallenen Schnitten in Paris und London. Fashion-Weeks gibt es mittlerweile auch in Afrika selbst: in Lagos in Nigeria, in Dakar, in Kamerun oder auf Zanzibar in Tansania.

Die Modeschule in Kamerun, in der Hauptstadt Yaoundé möchte jungen Kameruner aus allen Landesteilen die Chance geben, ebenfalls einmal auf den Laufstegen der Welt sichtbar zu werden. Jedes Jahr lädt der Designer Yves Eyaa zu einer Meisterklasse ein.

Deutschlandfunk, Corso 7.10.21

www.ccmc-cameroun.com

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Ein Hamburger Jung am Starnberger See.

Zum 130. Geburtstag von Hans Albers

Wohl wenige Künstler verbindet man derart mit der Hansestadt Hamburg wie Hans Albers. Am 22. September 1891 wurde der blonde Hans in Hamburg geboren. Gestorben ist er aber in Bayern, am Starnberger See 1960. Dort hatte er sich 1933 ein Haus direkt am See gekauft. Das Haus steht heute immer noch. Seine Lebensgefährtin hatte das Grundstück dem Freistaat Bayern 1971 vermacht mit der Auflage, es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch das ist gar nicht so einfach.

Sonntagsspaziergang Deutschlandfunk 26.9.2021
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Überlebenskampf im Freistaat.

Schwindende Pluralität in der bayerischen Zeitungslandschaft

(Aus aktuellem Anlass: PNP übernimmt die Mittelbayerische Zeitung)

In Bayern scheint die Medienvielfalt mit 64 Blättern von Berchtesgaden bis Hof im Freistaat hoch zu sein. Schaut man genauer hin, relativiert sich der Eindruck sehr schnell. Den Markt teilen sich vor allem drei Medienkonzerne und die wollen sparen. 

Bericht im Deutschlandfunkkultur Länderreport Juni 2017.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ueberlebenskampf-im-freistaat-die-bayerische.1001.de.html?dram:article_id=389583

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Erstes Hotel in Bayern führt Impfpflicht ein

In den bayerischen Tourismusorten herrscht derzeit Hochbetrieb. Die Hotels sind voll ausgelastet, in den Biergärten darf wieder gefeiert werden. Die Campingplätze sind ausgelastet. Während die CSU eine neue Bewertungsstrategie für die Pandemie ins Spiel bringt, dass nämlich künftig statt des Inzidenzwertes ein “dynamischer 3i-Wert” gelten soll – Impffortschritt, Intensivbettenauslastung und Inzidenz – schafft ein Hotelier in Garmisch-Partenkirchen Fakten. Bei ihm dürfen nur noch geimpfte Gäste übernachten.

Impfpflicht für Hotels? Das sorgt für Diskussionen.

Bericht im DLF Deutschland Heute
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Medizinalhanf “Made in Germany”. Cannabisernte ohne Bayern

Zum ersten Mal erntet derzeit ein Unternehmen in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung Cannabis, besser bekannt als Hanf oder Marihuana. Die Blüten der auffälligen Pflanzen werden von der bundeseigenen Cannabisagentur angekauft und an Großhändler und Apotheken weiterverkauft. Mit rund 500 Kilogramm wird in diesem Jahr gerechnet. In den kommenden vier Jahren sollen bis zu 10 400 Kilogramm der Pflanzen zu ausschließlich medizinischen Zwecken in Deutschland angebaut werden.

Kommunen wie München wollten 2019 bei dem Anbau einsteigen und scheiterten. Zur Bundestagswahl kommt das Thema wieder auf die Agenda: Die FDP hat eigens einen Antrag zur Cannabis-Legalisierung in den Bundestag eingebracht. Auch Grüne, SPD und Linke befürworten das.

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Der Landarztmacher. Wie junge Ärzte für den Beruf des Landarztes begeistert werden

“Pfarrer und Landärzte sind eine aussterbende Spezies.” Dieser ironisch gemeinte Spruch hat in den vergangenen Jahren erschreckend an Aktualität gewonnen. Der Altersdurchschnitt in den Landarztpraxen liegt bei rund 54, ein Drittel sind über 60 Jahre alt. Die Nachfolge gestaltet sich schwierig.

Mehrere Bundesländer steuern bereits dagegen: Neben Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Landesregierung Baden-Württemberg stellt per Landarztquote 75 Studienplätze jährlich an Studienanfänger in der Humanmedizin bereit, die Landarzt werden möchten.

Mitten im Bayerischen Wald geht ein Landarzt einen ganz anderen Weg.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/medizinische-versorgung-neue-ideen-fuer-mehr-landaerzte-in.1001.de.html?dram:article_id=464390

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Der Zauberberg im Mausloch.

Zum Umgang mit Thomas Mann im “notorisch wundervollen” Bayern

Für viele ist Thomas Mann, Literaturnobelpreisträger und Autor der “Buddenbrooks”, ein Hanseat, ein Lübecker Sohn. Doch Thomas Mann hat den größten Teil seines Lebens in Bayern verbracht, über 40 Jahre. Seine Mutter, die verwitwete Senatorengattin zog Ende des 19. Jahrhunderts nach München, in München lernte Thomas Mann seine spätere Frau Katia kennen, dort wurden seine Kinder geboren und ein Großteil seiner Werke entstand unter dem Eindruck bayerischer Landschaft. Dennoch erinnert heute in München nur wenig an einen der größten Schriftsteller Deutschlands.

Während in Amerika, im Thomas Mann-Haus in Pacific Palisades bei Los Angeles, das im vergangenen Jahr vom Bund gekauft wurde, ein neues Projekt im Sinne von Thomas Mann – eine Vortrags-Podcastreihe zu “Demokratie heute” initiiert wird – kommt ein für München geplantes Denkmal nicht über den Planungsstatus hinaus. Ein erst 1994 entdecktes Ferienhaus Thomas Manns am Starnberger See gerät zum Zankapfel zwischen einer Klinik, einem ehemaligen Bundeswehroffizier und einem Literaturwissenschaftler. Währenddessen profitiert ein ganz anderer Ort von dem Streit.

Deutschlandfunkkultur Länderreport 16. 1.2020
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