Kampf gegen Boko Haram. Ausbau der DDR-Zentren in der Sahelzone als Reintegrationsangebot

Kampf gegen Boko Haram. Ausbau der DDR-Zentren in der Sahelzone als Reintegrationsangebot
Schild zur Einfahrt des Demilitarisierungscamps von Meri/Kamerun

In der Sahelzone in West- und Zentralafrika ist jetzt die Zeit der Dürre. Die Monate der Trockenzeit bedeuten wieder mehr Übergriffe durch die Terrorgruppe Boko Haram. Im Kampf gegen die islamischen Kämpfer hatten sich 2018 die vier Länder der Lake-Tschad-Region – Kamerun, Nigeria, Niger und Tschad – auf die Einrichtung von sogenannten DDR-Zentren geeinigt (Demilitarisierung, Demobilisierung und Reintegration), in denen Boko Haram-Kämpfer ihre Waffen abgeben können und die Möglichkeit erhalten sollen, sich wieder in die Gesellschaft zu reintegrieren. In diesem Jahr wurde in Kamerun die erste von drei geplanten Aufnahmeeinrichtungen eingeweiht, erste Kämpfer wurden aufgenommen.

Deutschlandfunk 2.12.21, Informationen am Morgen
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Alternativer Nobelpreis 2021 für Marthe Wandou/Aldepa Kamerun

Alternativer Nobelpreis 2021 für Marthe Wandou/Aldepa Kamerun
Marthe Wandou in Yaoundé

Wenn am 1. Dezember in Stockholm der alternative Nobelpreis verliehen wird, dann gehört zum ersten Mal eine Frau aus Kamerun dazu: Marthe Wandou, Gründerin der Organisation Aldepa (Action Locale pour un Développement Participatif et Autogéré) für die Prävention und Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder, insbesondere gegen Mädchen, sowie für die Betreuung der Überlebenden solcher Gewalt. Seit über zwanzig Jahren betreut Marthe Wandou Betroffene im Hohen Norden Kameruns, in ihrer Heimatregion L’Extrème Nord, die an den Tschad, an Nigeria und die Zentralafrikanische Republik grenzt.

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Koloniales Raubgut oder Geschenk? Der Blaue-Reiter-Pfosten aus Kamerun in München

Provenienzforschung vor Ort

Koloniales Raubgut oder Geschenk? Der Blaue-Reiter-Pfosten aus Kamerun in München
Der Blaue Reiter-Pfosten im Münchner Museum Fünf Kontinente. Vorder- und Rückseite

Staunend und erschüttert sei er an den Schnitzereien der Kameruner hängengeblieben, schreibt Franz Marc 1911 an seinen Freund August Macke. Er sei nach dem Studium der Afrikasammlung „schon ein ganz anderer Mensch geworden“. Ein Jahr später, 1912, erschien im Almanach der Künstlergruppe »Der Blaue Reiter« ein Bild von einer dieser Schnitzereien, dem sogenannten »Blaue-Reiter-Pfosten«, einer fast zwei Meter hohen Holzskulptur mit auffälligen Schnitzereien auf der Vorder- und Rückseite, die heute im Münchner Museum Fünf Kontinente ausgestellt ist. Aus welcher Region Kameruns dieser »Blaue-Reiter-Pfosten« genau stammt, wie er erworben oder ob er geraubt wurde durch die deutschen Kolonialherren und deshalb zurückgegeben werden sollte, war bislang unbekannt. Ein im Januar 2022 endendes Forschungsprojekt des Münchner Museums gemeinsam mit den Universitäten Buea und Dschang in Kamerun ist dem nachgegangen.

Der Blaue-Reiter-Pfosten: Provenienzforschung im Herkunftsland Kamerun (deutschlandfunk.de) 27.11.21 Kultur Heute Deutschlandfunk Köln

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Unterwegs in Kamerun: Zwischen Aufbruch und Bürgerkrieg.

Zerreißprobe 60 Jahre nach Gründung der Föderalen Republik Kamerun. Ein Feature.

Unterwegs in Kamerun: Zwischen Aufbruch und Bürgerkrieg.
Demonstration im englischsprachigen Südwesten gegen die Zentralregierung

Am 1. Oktober 1961 einigten sich die englischsprachigen Gebiete Kameruns auf einen Zusammenschluss mit den französischsprachigen Gebieten. Der Vertrag von Foumban sollte das Land nach fast 80 Jahren Fremdherrschaft einigen und die Folgen der Kolonialzeit beseitigen. Sechzig Jahre später zeigt sich: Die Föderation ist gescheitert, seit fünf Jahren herrscht Bürgerkrieg in den südwestlichen und nordwestlichen Gebieten.

Doch während Rebellen in den anglophonen Gebieten um eine Unabhängigkeit ihres „Ambazonien“ kämpfen, gründet die junge Generation start-ups, feiert eine aufstrebende Musikszene in der Hauptstadt und der Hafenstadt Douala Erfolge. Junge Politiker aus allen zehn Landesteilen bereiten sich auf einen Regierungswechsel vor. Oppositionspolitiker in Nordkamerun proben den Widerstand.

ORF Ö1 19.10.2021 Panorama-Journal
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Nach Amazonas – verstärkte Abholzung im Kongo-Becken

Nach Amazonas - verstärkte Abholzung im Kongo-Becken
Holztransporter im Regenwald bei Lomié

Wenn man von Waldrodung in großem Stil redet, wird vor allem das Amazonasgebiet genannt. Auch der zweitgrößte Regenwald der Welt, im Kongo-Becken von Zentralafrika, gerät mittlerweile in das Blickfeld von internationalen Firmen. Für Kautschuk, Palmöl und Kakao werden Plantagen angelegt, das Tropenholz wird ins Ausland exportiert. Indigene Völker müssen ihre angestammten Gebiete verlassen.

Entwicklungsminister Gerd Müller lud kürzlich Vertreter der zentralafrikanischen Staaten nach Berlin zu einer Tropenwaldkonferenz.

Eine abschließende Deklaration hat sich zum Ziel gesetzt, 127 Millionen Hektar Wald bis 2030 zu schützen und wiederherzustellen. Das entspricht der dreifachen Fläche Deutschlands. Zur Situation vor Ort in Ostkamerun.

Deutschlandfunk Umwelt 11.10.21
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Pflanzliche Naturstoffe aus dem Regenwald als Heilmittel

Gemeinsames Forschungskolleg der Universitäten Yaoundé-Bielefeld, YaBiNaPA

Pflanzliche Naturstoffe aus dem Regenwald als Heilmittel
Selbstgesammelte Pflanzenbestandteile aus ganz Kamerun vor den Laborräumen

Traditionelle Medizin nimmt in Afrika einen hohen Stellenwert ein. Auf den Märkten werden Pflanzenteile, Baumsamen und Holzstückchen gegen Hepatitis, Malaria und nicht zuletzt auch gegen Corona verkauft. Die meisten Menschen vertrauen auf die überlieferten Wirkungen.

Forscher der Universität Yaoundé und der Universität Bielefeld untersuchen derzeit, ob und wie die Naturstoffe tatsächlich gegen Krankheiten eingesetzt werden können.

Deutschlandfunk, Forschung Aktuell 5.1.2022
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Restitution afrikanischer Kunstwerke an Kamerun

Zu Besuch im Lamidat von Ngaoundéré/Nordkamerun

Restitution afrikanischer Kunstwerke an Kamerun
Lamidat von Ngaoundéré, links neues Museumsgebäude, Mitte traditionelles Gebäude

Im British Museum liegen sie, im Völkerkundemuseum in München, im neuen Humboldtforum und auch im Weltmuseum Wien: Afrikanische Kunstobjekte, die während der Kolonialzeit aus Kamerun, Namibia, Benin oder Kongo nach Europa gebracht wurden. Im Weltmuseum Wien (WMW) sind laut dessen Angaben in der Sammlung „Afrika südlich der Sahara“ 36.249 Objekte registriert. Im Naturhistorischen Museum lagern menschliche Überreste aus Kamerun. Sollen sie in die Ursprungsländer zurückgegeben werden?

ORF, Ö1, 4.10.21 Frühjournal
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Afrikanische Mode für die Laufstege der Welt. Die Mode-Designschule von Yaoundé

Afrikanische Mode für die Laufstege der Welt. Die Mode-Designschule von Yaoundé
Masterclass 2021

Von Paris bis Mailand. Mode aus Afrika steht immer häufiger im Rampenlicht. DesignerInnen wie Rich Mnisi zum Beispiel, Imane Ayissi, Martial Tapolo. oder Thebe Magugu begeistern mit den bunten Stoffen und ausgefallenen Schnitten in Paris und London. Fashion-Weeks gibt es mittlerweile auch in Afrika selbst: in Lagos in Nigeria, in Dakar, in Kamerun oder auf Zanzibar in Tansania.

Die Modeschule in Kamerun, in der Hauptstadt Yaoundé möchte jungen Kameruner aus allen Landesteilen die Chance geben, ebenfalls einmal auf den Laufstegen der Welt sichtbar zu werden. Jedes Jahr lädt der Designer Yves Eyaa zu einer Meisterklasse ein.

Deutschlandfunk, Corso 7.10.21

www.ccmc-cameroun.com

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Ein Hamburger Jung am Starnberger See.

Zum 130. Geburtstag von Hans Albers

Wohl wenige Künstler verbindet man derart mit der Hansestadt Hamburg wie Hans Albers. Am 22. September 1891 wurde der blonde Hans in Hamburg geboren. Gestorben ist er aber in Bayern, am Starnberger See 1960. Dort hatte er sich 1933 ein Haus direkt am See gekauft. Das Haus steht heute immer noch. Seine Lebensgefährtin hatte das Grundstück dem Freistaat Bayern 1971 vermacht mit der Auflage, es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch das ist gar nicht so einfach.

Sonntagsspaziergang Deutschlandfunk 26.9.2021

Aus der Dlf Audiothek | Sonntagsspaziergang vom 26.9.21 ab 21`17

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Überlebenskampf im Freistaat.

Schwindende Pluralität in der bayerischen Zeitungslandschaft

(Aus aktuellem Anlass: PNP übernimmt die Mittelbayerische Zeitung)

In Bayern scheint die Medienvielfalt mit 64 Blättern von Berchtesgaden bis Hof im Freistaat hoch zu sein. Schaut man genauer hin, relativiert sich der Eindruck sehr schnell. Den Markt teilen sich vor allem drei Medienkonzerne und die wollen sparen. 

Bericht im Deutschlandfunkkultur Länderreport Juni 2017.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ueberlebenskampf-im-freistaat-die-bayerische.1001.de.html?dram:article_id=389583

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