Entwicklungszusammenarbeit in der Krise

Der Münchner Verein „Nala“ unterstützt seit 2007 den Verein „Bangr Nooma“ in Burkina Faso


Entwicklungshilfe steht in der Kritik: Neokolonialismus durch die Hintertür? Abhängigkeit vom globalen Norden? Die US-amerikanische Entwicklungshilfeorganisation USAID wurde im Juli von US-Präsident Trump aufgelöst, andere westliche Staaten kürzen ebenfalls die finanziellen Mittel. Welche Folgen hat das für die lokale Bevölkerung der afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Länder?

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Leben ohne Geburtsurkunde.

Kampf um das Recht auf eine offizielle Existenz in Afrika

Zeremonie am Internationalen Frauentag 2025

Personalausweis, Reisepass, Geburtsurkunde – was in Deutschland für jeden Bürger selbstverständlich ist, ist in Indien, Bangladesh, Afghanistan oder Kamerun nicht die Normalität. Vor allem in den ländlichen Gebieten mit hohem Anteil an Hausgeburten ist es für Eltern oft schwierig, sich um die Registrierung eines Neugeborenen zu kümmern. 2019 veröffentlichte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF den Bericht „Birth Registration for Every Child by 2030: Are we on track?“. Dafür wurden Daten aus 174 Ländern ausgewertet. Äthiopien, Sambia und der Tschad verzeichnen weltweit die niedrigsten Raten bei der Geburtenregistrierung, so UNICEF. In Kamerun leben laut neuesten Zahlen vom Februar 2025 acht Millionen Menschen – auch Erwachsene – ohne Geburtsurkunde. Zum Beispiel in Madingring an der Grenze zum Tschad.

Zum Bericht im Deutschlandfunk hier.

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Afrika backstage. Im Gespräch mit Jochen Flasbarth auf der Munich Security Conference MSC.

Wie weiter ohne USAID in Afrika?

Die US-amerikanische Entwicklungshilfeorganisation USAID wurde von der neuen US-Regierung auf Eis gelegt. Offiziell heißt es, die bisherigen Ausgaben der Behörde würden überprüft. Tatsache ist, dass fast 50 Milliarden an Entwicklungshilfegeldern derzeit wegfallen. Zusätzlich sind die USA aus der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgetreten. Welche Folgen hat das für die deutsche Entwicklungspolitik in Afrika ?

Wir sprechen heute mit Jochen Flasbarth, einem der wichtigsten Entwicklungspolitiker Europas. Herr Flasbarth ist Staatssekretär im deutschen Bundesentwicklungsministerium BMZ, in den 2000er Jahren war er Chef des Bundesumweltamtes, von 2013 bis 2021 Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Das BMZ hat die Reform der Weltbank angestoßen und ist maßgeblich an der Sahel-Allianz beteiligt.

#3 Was bedeutet die Reform der Weltbank für Afrika?

Afrika backstage. Im Gespräch mit Odilia Hebga, Weltbank Kamerun. Zwischen den Welten.

Afrika ist ein Kontinent, ein großer Kontinent. Wir möchten in der neuen Folge über die geopolitische und wirtschaftliche Situation in Afrika und deren Auswirkungen heute mit ODILIA HEBGA reden. Sie ist eine Frau zwischen den Welten. Geboren in Wien, mit Eltern aus Kamerun. Eine Kindheit in Österreich, Europa, ihre Karriere hat sie aber bei der Weltbank als Managerin gemacht, als lead external affairs officer. Derzeit arbeitet sie in Kamerun, wo sie unter anderem auch für Zentralafrika und den Kongo zuständig ist.
Sie berät die Geschäftsleitung des lokalen Weltbankstandorts strategisch und überwacht das Reputationsrisiko des Länderportfolios, ist also die Expertin für Kamerun, wenn es um die Vergabe von Weltbankgeldern an Projekte in Kamerun geht. Welche Projekte unterstützt die Weltbank derzeit in ihrem Zuständigkeitsbereich, also nicht nur Kamerun, sondern auch Kongo, Tschad, Zentralafrikanische Republik?

#3 Afrika backstage: Im Gespräch mit Odilia Hebga

Reform der Entwicklungshilfe aus afrikanischer Sicht

Kritik an der aktuellen Praxis und Lösungsvorschläge

Positives Beispiel: Förderung von Solarprojekten an einer Grundschule in Tiko/Südwestkamerun durch die Schweiz und COREDA

Wenn 335 Millionen Dollar an internationalen Corona-Hilfsgeldern plötzlich verschwinden, wenn Hilfsgelder für lokale Projekte von Staatsregierungen zurückgehalten werden aus nicht nachvollziehbaren Gründen und wenn lokale Organisationen hohe Hürden nehmen müssen, um gefördert zu werden durch internationale Geldgeber, so geschehen in Zentralafrika, dann beginnt die lokale Bevölkerung am Sinn von Entwicklungshilfe zu zweifeln. Knapp 54 Milliarden US-Dollar flossen 2022 nach Afrika, ein Viertel aller Hilfsgelder weltweit. Das deutsche Entwicklungsministerium fördert den Kontinent mit knapp 5 Milliarden Euro, soll aber jetzt sparen. Auch die deutsche Wirtschaft fordert eine entwicklungspolitische Zeitenwende.

Bericht Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen 2024
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Ein Operndorf in Afrika. „Für uns ist das eine sehr gute Chance“

Grundsteinlegung von Christoph Schlingensiefs Festspielhaus in Burkina Faso

Christoph Schlingensief hat in Burkina Faso den ersten Spatenstich getan und den Grundstein gelegt für sein Festspielhaus: In der Nähe von Ouagadougou entsteht bei dem kleinen Dorf Laongo ein ganzes Operndorf mit Schule, Theaterbühne, Werkstätten und auch einer Krankenstation. „Von Afrika lernen“ nennt Schlingensief sein Projekt – denn es geht ihm um ernsthaften Kulturaustausch.

Bericht im SWR 2, DLF Kultur Heute, Deutsche Welle, WDR 3, Ö1
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