Unterwegs in Douala.

Das Erbe von Manga Bell. Neuer Umgang mit der Kolonialzeit in Kamerun Sonntagsspaziergang DLF

Von der Polizeistation, über das Justizministerium bis hin zum Denkmal für Reichskommissar Gustav Nachtigal – Kameruns Hafenstadt und Wirtschaftszentrum Douala ist geprägt von deutschen Bauten. Douala war die erste Hauptstadt des sogenannten Deutsch-Kamerun, bevor die Kolonialgouverneure nach Buea umzogen am höchsten Berg und Vulkan des Landes, dem Mount Kamerun.

Anfangs als Schutzgebiet des Deutschen Reiches deklariert, hatte das Deutsche Reich vor allem Interesse an den Bodenschätzen und dem Land der schwarzen Bevölkerung. Die Ziele wurden brutal umgesetzt. Der König der lokalen Duala-Bevölkerung Rudolf Mang Bell setzte sich für ein Aussöhnung zwischen seinem Stamm und den Kolonialisten ein. Sein Aufenthalt in Deutschland und Kenntnis der deutschen Sprache und Kultur verhinderte nicht seine Hinrichtung kurz vor Ende der deutschen Kolonialzeit. Jedes Jahr im August liegen im Zentrum von Douala Blumen an seinem Hinrichtungsort. Seine Urenkelin betreibt heute eine Kunstgalerie neben dem ehemaligen Palast.

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